Digitales Business

Digitalisierung & Papier: Kein Grund, geknickt zu sein…

Papier ist nicht gleich Papier. Das ist der gute Teil der Nachricht, jedenfalls aus Sicht des Verbands Deutscher Papierfabriken. Der sieht sich nämlich mit einem Strukturwandel konfrontiert. Auslöser ist wie in vielen anderen Branchen die Digitalisierung. Sie sorgt auf der einen Seite für einen Nachfragerückgang, auf der anderen Seite kurbelt sie die Umsätze an.

Klingt nach einem Widerspruch in sich, ist es aber nicht. Denn zum einen geht die Produktion so genannter „grafischer Papiere“ stark zurück. Immer mehr Menschen lesen online und über Apps, weniger in klassischen Printmedien. In den Büros ersetzen elektronische Rechnungen, digitale Workflows und Archive althergebrachte Abläufe und Ablagesysteme. Die Nachfrage nach holzfreiem, gestrichenem Papier sinkt daher laut Verband zunehmend, es gilt vielmehr Überkapazitäten abzubauen.

 

Typisch Digitalisierung: andere Geschäftsmodelle entstehen

Ist das der Beweis? Die Digitalisierung, der Job-Killer? Wenn das mal so einfach wäre… Denn man höre und staune: Die Gewinne in der Branche scheinen stabil. Auf der Haben-Seite nämlich steht andererseits ein erhöhter Bedarf an Karton und Packpapier. Warum? Weil wir immer mehr online kaufen und sich damit ein Geschäftsmodell aus dem vergangenen Jahrtausend, der Versandhandel, zu einem Massenphänomen entwickelt hat. Auch die Nachfrage nach Spezialpapieren und Zellstoff.

 

Wo Risiko, da Chance…

Was lernen wir daraus? Die Digitalisierung von Medien und Geschäftsprozessen stellt die Papierbranche vor Herausforderungen. Doch sie birgt auch Chancen. 2015 lag der Umsatz mit Papieren in Deutschland bei 14,4 Milliarden Euro, 0,9 Prozent über dem des Vorjahres. Die Produktion von Papier, Karton und Pappe legte 0,3 Prozent zu. 22,6 Millionen Tonnen stellte die Branche her.

Selbst wenn die Zahlen für 2016 noch nicht vorliegen: Einen großen Gewinneinbruch scheint die Branche nicht zu erwarten. Insofern muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, wenn er z. B. die Zeitung lieber auf dem Tablet liest oder auf elektronische Rechnungen umsteigt. Ganz im Gegenteil – oder um es mit EASY zu sagen: Bäume pflanzen statt fällen.

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Über Joachim Brysch
Joachim Brysch kümmert sich bei EASY um die Unternehmenskommunikation. Fußballerisch schlägt sein Herz – wie sich das für das Ruhrgebiet gehört – königsblau.
Joachim Brysch

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