Trotz der zunehmenden Vernetzung und enormer technischer Fortschritte bei der Überwachung von Gebäuden und Steuerung von Anlagen hat der Field Service keineswegs an Bedeutung verloren. Ganz im Gegenteil: Die Anforderungen an die Verfügbarkeit von Maschinen und Funktionsfähigkeit von Geräten nehmen angesichts steigenden Wettbewerbsdrucks eher zu. Im Fall eines Defektes oder gar Ausfalls wird schnelle Hilfe benötigt – und die leisten hochqualifizierte Servicetechniker.

Moderne Field-Service-Organisationen nutzen inzwischen zahlreiche technische Innovationen, mit deren Hilfe Servicetechniker ihren Job noch schneller und besser ausführen können. Professionelle Apps für den Außendienst, die per Cloud-Schnittstelle tief in das zentrale ERP-System eines Unternehmens integriert sind, verbessern logistische Abläufe und erleichtern die Kommunikation.

Mobile Field Service Apps

Vor rund zehn Jahren stellte Steve Jobs das iPhone vor. Heute sind Smartphones fester Bestandteil digitaler Außendienst-Lösungen. Wie auch Ihr Außendienst von mobilen Field Service Apps profitieren kann, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Nach dem Mobilitätstrend des letzten Jahrzehnts startet mit dem Internet der Dinge (IoT) die nächste Innovationsphase im Field Service. IoT-Sensoren schaffen eine schier unendlich große Anzahl neuer Datenpunkte, die wertvolle Informationen für Field-Service-Organisationen liefern und bisherige Lücken in der Digitalisierung von Anlagenüberwachung und Gebäudemanagement schließen.

Analysten gehen davon aus, dass bis 2025 mehr als 75 Milliarden IoT-Geräte zum Einsatz kommen. Der neue 5G-Mobilfunkstandard schafft die technische Infrastruktur, auf deren Basis Menschen und Maschinen mit Hochgeschwindigkeit untereinander kommunizieren können. Die ersten 5G-Netze gehen 2020 live und werden von Branchen-Insidern als Quantensprung im Vergleich zum aktuellen 4G- bzw. LTE-Standard betrachtet.

Der „Perfect Storm“: IoT, Big Data und künstliche Intelligenz arbeiten zusammen

Schließlich kommt es zu einem exponentiellen Anstieg des globalen Datenvolumens infolge der IoT-Vernetzung auf Basis des schellen 5G-Standard. Innerhalb von gerade einmal zehn Jahren soll sich die Menge der weltweit erzeugten Daten verdoppeln. Wer sich vor Augen führt, dass die Verarbeitung und Analyse der Daten mit Hilfe künstlicher Intelligenz ebenfalls immer effizienter wird, bekommt ein Gefühl dafür, welches Potenzial in dieser Entwicklung für das Field-Service-Management schlummert.

Eine der offensichtlichsten Verbesserungen infolge der IoT-Vernetzung ist die Fähigkeit, Anlagen, Maschinen und Gebäude lückenlos und in Echtzeit zu überwachen.

1. Neue IoT-Sensoren ermöglichen akkurate Diagnose

Eine der offensichtlichsten Verbesserungen infolge der IoT-Vernetzung ist die Fähigkeit, Anlagen, Maschinen und Gebäude lückenlos und in Echtzeit zu überwachen. In der Vergangenheit und noch heute ist fehlende Transparenz eine der größten Herausforderungen für Field-Service-Organisationen. Zwar sind inzwischen so gut wie alle modernen Anlagen online vernetzt und mit Alarmsystemen ausgestattet. Der Informationsgehalt einer Fehlermeldung ist allerdings häufig nicht aussagekräftig genug, um daraus eine präzise Diagnose abzuleiten.

In Folge der rasant fallenden Preise für vernetzte IoT-Sensoren macht es Sinn, Anlagen und Gebäude mit zusätzlichen Datenpunkten auszustatten, die Informationen in Echtzeit über eine Cloud-Schnittstelle an das zentrale ERP- und Field-Service-Management-System übermitteln. Aus der Vielzahl der Daten lassen sich im Fall einer Fehlermeldung eine viel genauere Diagnose durchführen und die entscheidenden Schritte zur Lösung des Problems einleiten.

Professionelle Außendienst-Apps

Mobile B2B-Apps lassen sich mit ERP-Systemen und anderen Applikationen verknüpfen und liefern alle Informationen, die Mitarbeiter im technischen Außendienst zur Ausführung von Serviceaufträgen benötigen – mobil, einfach und skalierbar.

Vom reaktiven zum proaktiven Field Service

2. Transformation vom reaktiven zum proaktiven Field Service

Während konventionelle Sensoren in der Regel erst im Störungsfall eine Meldung absetzen, lässt sich durch die Kombination zahlreicher IoT-vernetzter Sensoren das Verhalten einer Anlage oder Maschine besser antizipieren. Aus einem reaktiven Field-Service-Ansatz, der Probleme im Störungsfall löst, wird ein proaktiver Ansatz, bei dem absehbare Probleme bereits identifiziert werden, bevor ein Störungsfall eintritt.

Es ist die Vielzahl der Sensoren, die ein genaues Bild vom Verhalten einer Anlage, Maschine oder eines Gebäudes zeichnen. Mit der Zeit lässt sich aus Daten Intelligenz schöpfen: So zeichnen sich über einen längeren Zeitraum Verhaltensmuster ab. Treten bestimmte Indikatoren ein, weist dies auf eine drohende Störung hin, bevor es zum Ausfall einer Anlage oder eines Gerätes kommt. Mit Hilfe von Machine Learning lassen sich selbst große Datenmengen automatisiert verarbeiten und aus reaktivem wird ein proaktiver Field Service dank IoT.

3. Besseres Kunden- und Mitarbeiter-Erlebnis

Daraus entsteht am Ende nicht nur ein besseres Kundenerlebnis, sondern auch Servicetechniker fühlen sich wohl: Die klassische Situation, bei der ein Mitarbeiter im technischen Außendienst ohne Vorabinformationen am Einsatzort eintrifft, gehört der Vergangenheit an. Dank der verbesserten Informationslage können sich Servicetechniker schon vor ihrem Einsatz einen Überblick über ihren Auftrag verschaffen und ihren Kunden entsprechend begegnen und Vertrauen aufbauen.

Im Grunde genommen, geht es bei der Vernetzung mit Hilfe des IoT darum, neue Datenpunkte zu schaffen, mit deren Hilfe sich eventuelle Störungen und Ausfallrisiken besser prognostizieren lassen – bessere Planbarkeit, mehr Verlässlichkeit, ein geschlossenes Gesamterlebnis.

Sie interessieren Sich für das Thema?

Mobil, einfach und skalierbar: Die EASY Service App unterstützt Ihren mobilen Kundendienst in der Instandhaltung, bei Facilitymanagement und allen anderen Serviceeinsätzen. Hier erfahren Sie, wie Sie schon heute den Kundenservice der Zukunft gestalten!

Neueste Beiträge

Einen Kommentar hinterlassen

Über den Autor
Sascha Löwer
Sascha Löwer unterstützt als erfahrener Partner Manager die EASY Partner beim erfolgreichen Geschäft mit EASY. Als ambitionierter Hobby-Radsportler weiß er, dass es bergauf immer am meisten Kraft braucht.
Sascha Löwer
Das könnte Sie auch interessieren:
Smart Contracts mit Blockchain
Blockchain und Smart Contracts – Wann lohnt sich der Einsatz für Unternehmen?
Cloud Microservices
Cloud Microservice Architektur versus Monolith (Teil 2)
Digitalisierung und Cloud Lösungen für Unternehmen
Digitalisierung und Cloud-Lösungen für Unternehmen (Teil 1)
Zurück zur Übersicht Nächster Artikel
Cloud MicroservicesSmart Contracts mit Blockchain