Content Services Platform

Mit dem relativ jungen Begriff der Content Services Platform (CSP) bezeichnet man den Nachfolger des Enterprise Content Managements. CSPs sollen Unternehmen in die Lage versetzen,  den sich verändernden Anforderungen von Unternehmen und des Marktes zu entsprechen. An die Stelle von monolithischen ECM-Anwendungen tritt nun die konzeptionelle Idee, dass „alles ein Service“ ist oder sein könnte.

 

Was ist eine Content Services Platform?

Eine CSP lässt sich als eine sich verändernde Anzahl von Microservices verstehen, die entweder als komplettes Produkt oder eben als einzelne Anwendung konzipiert ist. Sich verändernd, da jederzeit neue Services etabliert werden können. Dies liegt im konzeptionellen Design der Content Services Platform begründet, in dessen Mittelpunkt Flexibilität steht. Im Vordergrund einer CSP steht der rege Gebrauch von festen, sprachunabhängigen Schnittstellen (APIs), die Frontends und Backends miteinander verbinden. So lassen sich nahezu beliebige Dienste und Content-Typen über eine Content Services Platform verwalten.

 

Charakteristik und Vorteile

  • Individualisierung: Mittels Low-code-Tools der Wahl lassen sich auch ohne Programmierkenntnisse Front-ends erstellen. Hierzu werden Web-, Prozessbaukästen wie auch SDKs und feste APIs bereitgestellt. Auf diesem Weg können leicht Services erstellt werden. Ein gutes Beispiel hierzu wäre eine Sendungsverfolgung, die über eine REST-API angesprochen wird. Das Frontend benötigt nicht zu viel an Kenntnissen. Diese muss nur eine Zeichenfolge entgegennehmen können und sie per Get-Request an die REST-API senden. Wie die Prozessschritte hinter der API der Content Services Platform ausssehen, spielt für diese Beispiel keine Rolle. Wichtig hingegen ist, dass das Frontend sowohl die Anfrage versenden und das Resultat anzeigen kann.

 

  • Skalierbarkeit: Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt es: Die Datenmenge wächst exponentiell und bei gut laufendem Geschäft erhöht sich Anzahl der Systemzugriffe. Im tagtäglichen Geschäft steht man dann vor einem nicht allzu leicht zu lösenden Problem. Diese Erfahrung hat man konzeptuell bei den Content Service Platformen berücksichtigt. So lassen sich steigende Anforderungen, z.B. durch Docker-Container, leicht ausgleichen.

 

  • Flexibilität: Alles ist ein Service, gemäß dieser Philosophie, die das unix‘sche Designprinzip „alles ist eine Datei“ erinnert, zählen Microservices zum zentralen Bestandteil einer Content Service Platform. Microservices deshalb, da diese – ebenfalls im unix‘schen Sinne – „nur“ eine Aufgabe erledigen – diese aber besonders gut. Flexibilität stellt sich hier deswegen ein, da hier komplexere Dienste aus voneinander unabhängigen Microservices zusammengestellt werden. Die Kommunikation zwischen diesen verläuft über sprachunabhängige APIs, sogenannte Schnittstellen. Die Dienste sind weitgehend entkoppelt und erledigen eine kleine Aufgabe. Gleichzeitig ergibt sich aus diesem Design der Vorteil, dass ein einzelner, versagender Microservice nicht die komplette Anwendung zum Stillstand bringt.

 

  • Integration:  Da die Kommunikation verschiedener Services über sprachunabhängige Schnittstellen erfolgt, besteht ein typisches Kennzeichen moderner Content Service Platformen in ihrer Integrationskraft. Mit der Folge, dass sich neue Microservices beschleunigt etablieren lassen. Dies ist ebenso für die Integration älterer ECM-Dienste wichtig, die dann iterativ und in kleinen Schritten in die Content Services Platform integriert werden können.

 

  • Ausfallsicherheit: Natürlich spielt die Cloud eine ganz besondere Rolle im Kontext einer Content Services Platform. Ausfallsicherheit und standortunabhängiger Zugriff sind hier die Stichworte. Beides muss für geschäftskritische Services unbedingt gewährleistet sein – und die Cloud liefert genau das. Trotz aller Skepsis, ergibt eine Verlagerung der Content Services in die Cloud durchaus Sinn. Verfügbare Content Services können dann über das Web bereitgestellt werden. Sicherlich zeichnen sich wohl durchdachte Content Services Platformen dadurch aus, dass sie eine Lösung für alle Betriebsmodelle bereitstellen. Moderne Content Services sind sowohl als Cloud, On-Premises oder über eine hybride Lösung verfügbar.

 

Erfahren Sie mehr über diese Platformen im Newsroom.

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