Kein Tag vergeht, an dem wir nicht über Digitalisierung und Cloud-Lösungen für Unternehmen lesen oder hören. Doch auch, wenn die beiden Themen so prominent in der öffentlichen Wahrnehmung vertreten sind, stelle ich ebenso häufig fest, dass die beiden Begriffe nahezu beliebig verwendet werden. So sei, laut Marketing-Abteilungen, heute nahezu jede Software eine Cloud-Lösung; nicht anders ist es bei der Bereitstellung von Infrastruktur, sprich Hardware. Für Unternehmen, die in Betracht ziehen ihr Dokumentenmanagement in eine Cloud-Lösung zu migrieren, ergibt es Sinn, das Thema mit etwas mehr Abstand zu betrachten, um nicht den Überblick zu verlieren.

Warum und was digitalisieren Unternehmen?

Wie bereits im 19. Jahrhundert die Automatisierung die industrielle Revolution angetrieben hat, so wird auch die digitale Transformation von dem gleichen Automatisierungsgedanken vorangebracht. Wettbewerbsfähigkeit in den Prozessen und Kosten auf globaler Ebene: Das sind die Stichwörter, die CEOs beschäftigen. Nur handelt es sich anders als im 19. Jahrhundert als es um die Automatisierung von Produktionsprozessen ging, heutzutage um die Automatisierung von Geschäftsprozessen in der Verwaltung sowie um Kundenprozesse, also um IT-Services.
Und gerade die Prozesse, die im direkten Zusammenhang mit Kunden stehen, machen heute den Unterschied.

Was bedeutet Cloud-Computing für Unternehmen?
Als Cloud Computing wird die Bereitstellung von IT-Infrastruktur verstanden. Es gibt drei verschiedene Servicemodelle bei Cloud-Lösungen für Unternehmen: Platform as a Service (PaaS), Software as a Service (SaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS). Sie möchten mehr erfahren? Lesen Sie in unserem Glossar die Definitionen.

Wettlauf um die beste Kundenschnittstelle mit Cloud Lösungen für Unternehmen

Als Kunden möchten wir, dass es uns so einfach wie möglich gemacht wird, mit Unternehmen in Kontakt zu treten, bzw. so schnell und einfach wie möglich zu kaufen. Das ist in den letzten Jahren zu einem wahrhaftigen Wettbewerb mutiert, welches Unternehmen den Kunden in dieser Hinsicht am besten bedient. Noch nie war es so einfach zu kaufen, über Lieferungen informiert zu bleiben oder Services der Unternehmen zu nutzen. Zweifelsohne wurde dies durch eCommerce-Riesen wie Amazon, Ebay, Apple und Co. sowie durch das Smartphone, Tablet und überhaupt den gesamten Internet-Boom ausgelöst.
Nun gewöhnen wir Kunden uns schnell an solche Annehmlichkeiten und fordern diese zunehmend auch von anderen Unternehmen ein. Hierbei unterscheiden wir auch nicht mehr zwischen B2C oder B2B, die sogenannte „Consumerization“ beginnt. Consumerization bedeutet nichts anderes als die völlige Fokussierung aller externen und internen Prozesse auf den Verbraucher.

Cloud-Lösungen sind für Unternehmen Enabler für mehr Kundenfokus.

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Cloud-Lösungen für Unternehmen als Enabler für mehr Kundenfokus

Um den neuen Kundenbedürfnissen gerecht werden zu können, benötigen Unternehmen neue technische Fähigkeiten. Die Systeme im Unternehmen sind aber in der Regel nicht so ausgelegt, dass alle Daten zu einem Kunden oder Kundenvorgang in einem System abgelegt sind: Stammdaten, Angebote, Rechnungen, Bestellungen, Produktions- oder Lieferinformationen sind häufig in mehreren Systemen verteilt. Auch sind die Oberflächen dieser Systeme in der Regel nicht so ansprechend und selbsterklärend, dass die Mitarbeiter gerne damit arbeiten würden.
Cloud-Lösungen mittels Cloud Plattformen bieten für Unternehmen die notwendigen technischen Fähigkeiten, um Daten intelligent zu verarbeiten, moderne Benutzeroberflächen zu erstellen und diese 24/7 zu betreiben. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für Kundenprozesse, sondern lässt sich auch auf die Automatisierung beliebiger Geschäftsprozesse anwenden. So können mittels Cloud Plattformen, wie der EASY Cloud Platform, bestehende Systeme integriert werden, moderne Benutzeroberflächen und Enterprise Applikationen erstellt und betrieben werden. Und sollten sie mit Ihren Systemen sprechen wollen, können auch Systeme wie Alexa angebunden werden.

Cloud ist nicht gleich Cloud

Wie bereits erwähnt, wird heute fast jede Software als Cloud oder Cloud ready angepriesen. Dabei handelt es sich häufig um die gleiche Software, die vor einigen Jahren exakt so bei Ihnen lokal installiert wurde. Der einzige Unterschied: Diese Software wird nun auf einem Server in einem Rechenzentrum bereitgestellt und Ihnen als Paket angeboten. An dieser Art und Weise ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Es hilft in Teilen sogar, dass sie sich im Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und eine Software als sogenannten „Managed Service“ beziehen, also mieten.
Die Integration bestehender Systeme, die kontinuierliche Prozessautomatisierung sowie die Bereitstellung hervorragender Kundenschnittstellen, sind allerdings Herausforderungen, die eine andere Art von Software im Unternehmen notwendig machen. Nämlich Systeme, die es Unternehmen erlauben, bestehende Systeme zu integrieren, moderne ituitive Oberflächen zu nutzen und mit den Anforderungen zu wachsen. Und nicht einfach „alten Wein in neuen Schläuchen“.
Hier kommen die Microservices aus der Cloud ins Spiel.

Was bedeutet Cloud-Computing für Unternehmen?
Als Cloud Computing wird die Bereitstellung von IT-Infrastruktur verstanden. Es gibt drei verschiedene Servicemodelle bei Cloud-Lösungen für Unternehmen: Platform as a Service (PaaS), Software as a Service (SaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS). Sie möchten mehr erfahren? Lesen Sie in unserem Glossar die Definitionen.

Digitalisierung ist kein Projekt

Wer einmal mit der Digitalisierung beginnt, der hört nicht irgendwann einfach auf. Digitalisierung ist eine Kompetenz, die zu den Kernkompetenzen fast aller Unternehmen gehört bzw. gehören wird. Digitalisierung schreitet nicht nur weiter voran, der technologische Wandel hat sich in den letzten Jahren auch immer schneller vollzogen. Es ist umso wichtiger, auf Software bzw. Technologie im Unternehmen zu setzen, die es ermöglicht, diese permanente Weiterentwicklung optimal zu unterstützen. Ob neue Funktionen, Oberflächen oder Schnittstellen: Software muss schnell und einfach Neuerungen bereitstellen, ohne dabei die bestehenden Anwendungen negativ zu beeinflussen. Dies ist auch für Softwarehersteller keine einfache Aufgabe, denn häufig ist bestehende Software noch als Monolith entwickelt: Das ist eine zentral installierte Software, die als Ganzes alle Module bereitstellt. Und je größer der Monolith wird, desto risikoreicher ist es, neue Funktionen schnell bereitzustellen.

Microservice Architektur garantiert Investitionsschutz

Ein Ausweg aus diesem Dilemma findet sich in Software, die über eine Microservice Architektur verfügt. Diese Software ist nicht als ein großer unflexibler Monolith entwickelt, sondern besteht aus vielen einzelnen kleinen Services, die miteinander verbunden sind. Jeder dieser Microservices ist in sich abgeschlossen und hat nur die eine ihm zugedachte Aufgabe. Es ist somit sehr einfach, weitere Microservices hinzuzufügen, ohne die Stabilität der ganzen Software zu gefährden. Auch die Weiterentwicklung von Services ist so viel leichter möglich, da die Komplexität deutlich reduziert ist. Eine Software, die auf einem solchen Paradigma basiert, kann Sie optimal auf dem Weg der Digitalisierung begleiten, da sie eine hohe Stabilität und gleichzeitig eine schnelle Weiterentwicklung ermöglicht.

Microservices wachsen mit Ihren Anforderungen

Ein weiterer Effekt, den eine solche moderne Software bietet ist, dass Sie diese Services skalieren können. Während in einem Monolithen jede Funktion nur einmal verfügbar ist und nur mit dem ganzen Monolithen skaliert, können Microservices beliebig oft verfügbar sein. Als Beispiel sei hier ein Suchservice genannt: Wenn Sie feststellen, dass die Anwender der Software sehr viel suchen, dann kann genau dieser Service mehrfach verfügbar sein, um weiterhin eine gute Performance der Suche zu gewährleisten. Es ist aber hierbei nicht nötig auch die anderen Services mehrfach zu starten, sondern nur den, den sie mehrfach brauchen. Diese Fähigkeit macht die Software nicht nur extrem leistungsfähig, sondern führt auch dazu, dass sie wirtschaftlich sehr effizient ist.

Microservices machen den Unterschied

Sie sehen: Cloud ist nicht gleich Cloud. Die Herausforderungen der Digitalisierung meistert nur derjenige, der eine Technologie verwendet, die ihn über lange Zeit hinweg optimal unterstützt und mit Neuerungen versorgt, ohne Bestehendes zu gefährden. Auch Skalierung und Wirtschaftlichkeit sind entscheidende Punkte, die sie bei der Auswahl der richtigen Software beachten sollten.

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