WORM – write once read many

Das Akronym WORM stammt aus der Informationstechnik und steht ausgeschrieben für „write once read many“.  Auf Deutsch also: schreibe einmal, lese vielfach. Genau genommen handelt es sich bei dem WORM-Verfahren um eine Art der Datensicherung  – mit dem Ziel, sicherzustellen, dass die einmal auf ein beliebiges Speichermedium geschriebenen Daten in sich unveränderlich und insgesamt nicht löschbar, jedoch für jeden Berechtigten lesbar bleiben. Mit anderen Worten: Dieses Write-once-read-many ist also ein Schreib- und Löschschutz. Zum Einsatz kommt WORM vor allen Dingen bei der Archivierung und hier insbesondere bei der Langzeitdatenaufbewahrung.

 

Gerade für Unternehmen gehören WORM-Verfahren zu einer essentiellen Ressource. Rechtliche Rahmenbedingungen, wie die GDPdU, Basel II, SOX und einige andere mehr, fordern die Unveränderlichkeit von Daten im Unternehmenseinsatz.

 

Medien und Methoden der Wahl

Erste Einsätze fand das Verfahren bereits in den 70er/80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bandlaufwerke waren seinerzeit die bevorzugten Medien. In den 90ern folgten optische Speichermedien, wie z.B. CD-R und DVD-R, die WORM-Verfahren ermöglichten. Gerade bei CD-Rs und DVD-Rs liegt dies in der Natur der Sache. Um nun auch Medien mit etwas mehr Speicherplatz anzubieten, wurden mit der Zeit auch Festplatten wormfähig, wie z.B. die im Jahr 2004 vom Unternehmen ProStor Systems Incorporated auf den Markt gebrachten RDX Speichermedien.

Zur näheren Klassifizierung der Medien und Verfahren bietet sich folgende Unterteilung an:

 

Software WORM

Bei dieser Klasse der Verfahren verlässt man sich, wie der Name schon andeutet, auf reine Software-Funktionalität. Netzwerkspeichersysteme stellen ein gutes Beispiel für die Klasse dieser sogenannten SoftWORMs dar. FileLock von Grau Data sowie Snap Lock von NetApp gehören zu den bekannteren Produkten.

 

Systemisches WORM

Zu der Klasse des systemischen WORMs zählen Verfahren, die ihre Sicherheit mithilfe der Firmware interner Controller resp. Prozessoren erreichen. So können zum Beispiel die Controller spezieller USB-Sticks die WORM-Fähigkeit sicherstellen.

 

Hardware WORM

Als ein Hardware WORM werden Speichermedien bezeichnet, deren Sicherheit auf physischer Ebene erreicht wird. CD- und DVD-Rs geben ein gutes Beispiel dafür ab. Die Gestaltung der Oberfläche der Speichermedien lässt nur ein einmaliges Schreiben zu.

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